Vorwort

Wir arbeiten dafür, das Guthaben der Versicherten und ihre Renten erfolgreich zu verwalten und sicherzustellen. Die Leistungen der Personalvorsorgestiftung Bethanien liegen weit über dem gesetzlichen Minimum. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, uns ständig weiter zu entwickeln und für die Versicherten möglichst flexible und zusätzliche Sparmöglichkeiten anzubieten. Ganz nach dem Sprichwort: «Wer sich im Alter wärmen will, muss sich in der Jugend einen Ofen bauen».

Fredy Jorns, Präsident des Stiftungsrates und Sigmund Friberg, Arbeitgebervertreter Institution de Béthanie, im Gespräch.

Konnte die Personalvorsorgestiftung Bethanien 2017 einen Deckungsgrad von 132 % ausweisen, waren es Ende 2018 117,2 %. Freilich war 2018 kein gutes Börsenjahr und alle Kassen wiesen negative Wertschriften-Ergebnisse aus, auch unsere. Der Grund für den tieferen Deckungsrad ist aber noch ein ganz anderer: Per 01.01.2018 wurden CHF 10 Mio. an die Destinatäre verteilt, CHF 2,5 Mio. an die Rentner und CHF 7,5 Mio. an die Aktiven. Zielgrösse des Stiftungsrates war ein Deckungsgrad von ca. 120 %. Wenn das Ergebnis aufgrund des negativen Börsenjahres etwas tiefer ausgefallen ist, sind wir beim durchschnittlichen Deckungsgrad der privaten Pensionskassen von knapp 113 % immer noch sehr gut unterwegs.
Zudem verzinst unsere Kasse die Altersguthaben immer noch mit  2 % , obwohl der vom Bundesrat festgelegte Mindestzinssatz aktuell 1 % beträgt.

Aufgabe des Stiftungsrates ist es, die ihm anvertrauten Gelder so zu bewirtschaften, dass die aktuellen und zukünftigen Leistungen langfristig gesichert sind. Themen, die immer wieder auf der Traktandenliste stehen müssen, und eine umsichtige und weitblickende Diskussion erfordern sind u.a. die Realität der steigenden Lebenserwartung, das Tiefzinsumfeld und wie das finanzielle Gleichgewicht langfristig sichergestellt werden kann. Diese Aspekte führen unweigerlich zur Diskussion über den Umwandlungssatz. Schon heute wissen wir, dass unsere aktuellen 6 % auf das obligatorische und überobligatorische Sparkapital langfristig nicht tragbar sein werden. Wann der Zeitpunkt für die Reduktion des Umwandlungssatzes angegangen werden muss, hängt von vielen Faktoren ab, nicht unwesentlich vom Verlauf der Wertschriftenanlagen. In diesem Zusammenhang sind Überlegungen wichtig, wie sich die Vorsorgestiftung zu mehr Flexibilität weiterentwickeln kann. Die Einführung der Sparpläne Silber und Gold waren solche Schritte, die den Versicherten mehr Möglichkeiten zur Eigenverantwortung geben. Nebst rein wirtschaftlichen, ist es von grosser Bedeutung immer auch soziale, ökologische, ethische und gesellschaftliche Kriterien mit zu berücksichtigen.

Als nicht so grosse Vorsorgeeinrichtung hat bei uns die Nähe zu den Destinatären, mit offener und transparenter Kommunikation, eine sehr wichtige Bedeutung. Wir hoffen, dass dieser Jahresbericht einen wesentlichen Beitrag in diese Richtung leisten darf. Zum ersten Mal publizieren wir den gesamten Anhang zur Jahresrechnung und geben Interessierten somit die Möglichkeit, sozusagen «bis ins letzte Detail» Einblick zu erhalten.

Dankbar sind wir ganz besonders für die offene Haltung unserer Fachpersonen der Bitzer & Partner Treuhand. Jederzeit haben sie ein kompetentes, offenes Ohr und sind da für Ihre Fragen und Anliegen.

Fredy Jorns
Präsident des Stiftungsrats

Kurzübersicht der wichtigsten Zahlen
31.12.2017
31.12.2018
Anzahl aktiv Versicherte
718
671
Anzahl Rentenbezüger
173
184
Vorsorgekapital Aktive Versicherte
49'245'725
48'712'878
Vorsorgekapital Rentner
43'584'503
51'689'948
Stiftungsvermögen
136'706'123
127'603'010
Technische Rückstellungen
8'786'217
6'727'101
Wertschwankungsreserven
14'735'000
18'320'000
Stiftungskapital und freie Mittel
17'801'339
86'010
Technischer Zinssatz
1.75 %
1.75 %
Verzinsung Sparkapital
2.0 %
2.0 %
Performance
11.79 %
-2.23 %
Vermögensverwaltungskosten
0.32 %
0.36 %
Deckungsgrad
132.0 %
117.2 %

Renditen 2009 – 2018

Die Rendite der durchschnittlich investierten Kapitalien errechnet sich aus den gewichteten Liegenschaften- und den Wertschriftenerfolgen. Für die vergangenen zehn Jahre ergab sich folgendes Bild:

    Entwicklung Deckungsgrad 2009 – 2018

    Der Deckungsgrad nach Art. 44 BVV 2 errechnet sich aus dem Verhältnis zwischen verfügbarem Vorsorgekapital und notwendigem Vorsorgekapital. Die Personalvorsorgestiftung Bethanien wies per Jahresende einen Deckungsgrad von 117.2 % aus.

    Kapitalanlagen

    Die Zusammensetzung des Vermögens lässt sich per 31. Dezember 2018 wie folgt darstellen:

      Dies ist nur eine Übersicht der wichtigsten Zahlen. Lesen Sie den vollständigen Jahresbericht 2018, um mehr zu erfahren.